Wien haben wir bisher auf unterschiedlichen Wegen erreicht. Zuerst mit dem Schiff bei einer Donauschifffahrt und später mit dem Auto, als wir Freunde dort getroffen haben. Dieses Mal wollten wir die Fahrräder mitnehmen und entschieden uns bereits drei Wochen vorher für die Bahn. Um einigermaßen sicher und ausgeruht dort anzukommen, wählten wir einen ICE bis München, und von dort sollte es nach einer 45-minütigen Pause mit einem gleichwertigen Zug nach Wien weitergehen. Da wir wussten, dass die Mitnahme von Fahrrädern im ICE begrenzt ist, hatten wir von den wenigen Möglichkeiten die beste für uns ausgewählt.
Abfahrt war um 15:00 Uhr und Ankunft in Wien gegen 22:30 Uhr. Die Taschen waren gepackt und nach dem Essen war ausreichend Zeit für eine Pause. Kaum hatten wir uns ausgestreckt, kam eine Nachricht von der Bahn: Unser ICE verspätet sich um 45 Minuten. Wir hatten uns zuvor informiert, dass der Umstieg in München einiges an Zeit benötigte, doch mit dieser Verspätung könnte der Anschlusszug weg sein. Also suchten wir schnell eine andere Möglichkeit, radelten zum Bahnhof und erreichten auch diese Regionalbahn in der letzten Minute. Gestartet mit einer Verspätung von 2 Minuten, erreichten wir Memmingen 30 Minuten später als geplant. Der neue Anschlusszug kam mit Verspätung, doch wir erreichten gegen 17:00 Uhr München. Geschafft – 45 Minuten Zeit, von dem einen Gleis zum weit entfernten Gleis zu gelangen. Auch dieser Bahnhof war eine einzige Baustelle und die Beschilderung mehr als unzureichend.
Während wir so dastanden und überlegten, erreichte uns die Durchsage, dass unser Anschlusszug aufgrund eines Vorfalls ausfällt. Nun waren wir mit Zusatzkosten nach München gelangt und kamen doch nicht weiter. Während Thomas sich bei der Information nach einem anderen Zug erkundigte, kam die Durchsage, dass wir in einen ICE nach Salzburg steigen sollten. Dort würde der ausgefallene Zug uns dann nach Wien bringen. Thomas war verschwunden, ich stand bei den Fahrrädern, immer nervöser werdend.
Noch zwei Minuten bis zur Abfahrt, da kam Thomas. Er hatte eine andere Lösung bekommen. Eine Stunde später mit einem durchgehenden Zug nach Wien. Reservierte Plätze gab es nur für die Fahrräder. Ein österreichischer Schnellzug, der langsamer unterwegs war als eine deutsche Regionalbahn. Mit 90 Minuten Verspätung verließen wir diesen am Wiener Hauptbahnhof. Aus einer stressfrei geplanten Zugfahrt war abermals eine …. geworden. In einer letzten Nachricht an Katrin, die alles mehr oder weniger live mitbekommen hat, schrieb ich: Früher bin ich gerne Bahn gefahren, doch das ist sehr lange her. Sie antwortet: „Also, wenn es irgendwie geht, bitte keinen Zug für mich.“
Gegen 2 Uhr fielen wir todmüde ins Bett.
Wien
Wiener Bezirke:
1. Innere Stadt, 2. Leopoldstadt, 3. Landstraße, 4. Wieden, 5. Margareten, 6. Mariahilf, 7. Neubau, 8. Josefstadt, 9. Alsergrund. 10. Favoriten, 11. Simmering, 12. Meidling, 13. Hietzing, 14. Penzing, 15. Rudolfsheim-Fünfhaus, 16. Ottakring, 17. Hernals, 18. Währing, 19. Döbling, 20. Brigittenau, 21. Floridsdorf, 22. Donaustadt, 23. Liesing
Unser Hotel liegt im 7. Bezirk, der 1. Bezirk war nicht so weit weg. Das wusste ich nur, weil vor dem Straßennamen eine Zahl anzeigt, in welchem Bezirk ich mich gerade befinde. Wir entschieden uns, die Fahrräder in der Garage zu lassen. Nach einer zwar kurzen Nacht verließen wir gegen 9 Uhr unser Hotel. Heute erwartet uns hier in Wien ein heißer, sonniger Tag, also marschierten wir früh los. Es sollte nicht die große Besichtigungstour werden, doch ich hatte mich besonders in den vergangenen drei Wochen etwas mehr über Wien informiert und so interessierten mich ein paar Orte.
- Frühstück in aller Ruhe in der Mariahilfer Straße.
- Durchs Museumsquartier spazieren, doch ohne in eins hineinzugehen.
- Die nächsten Ziele waren dann der Heldenplatz und die Hofburg.
- Am Michaelerplatz die Ausgrabungen des römischen Vindobona anschauen.
- Über den Graben zum Stephansdom.
- Donaukanal und Volksgarten waren weitere Optionen.
Nach dem Frühstück ging es zum Museumsquartier, doch zur oben aufgeführten Liste kamen noch einige dazu. Der Verlauf unseres Rundgangs war dominiert vom Schatten. Bereits um 10 Uhr war es heiß in Wien und Parks mit Bäumen sowie Schatten spendende Gebäude bestimmten den Verlauf unseres Rundgangs. Volksgarten, Hofburgtheater, Wiener Rathaus, Wiener Universität, Votivkirche, Denkmal der Trümmerfrauen in der Nähe des Schottentors.












Letzteres liegt tatsächlich am Rand der ehemaligen Altstadt. Am Schottentor verläuft die Ringstraße. Sie entstand, als Kaiser Franz Joseph sich für eine Öffnung der Stadt entschied und die Stadtmauer vollständig abtragen ließ.
Der Hitze war es wohl geschuldet, gegen Mittag hatten wir 38 °C, dass wir vor dem Michaelertor keine Fiaker zu sehen bekamen. Elektrische Oldtimer-Nachbauten übernahmen solange die Stadtrundfahrten. Am Stephansdom und an der Hofburg sollen auch noch Fiaker stehen, nicht heute, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund.
Das typische Sommererlebnis in Wien: Draußen mehr als 35 °C und viele Menschen flüchten in den angenehm kühlen Stephansdom, so auch wir. Doch innen war es nicht mehr kühl, nur nicht so heiß wie draußen.
Die meisten Besucher entscheiden sich gegen die Eintrittskarten für den inneren Bereich. Dies verstärkt natürlich das Gedränge in dem Bereich, der frei zugänglich ist.
Glaswände vor dem unteren Bereich der Säulen und am Treppenaufgang zur Kanzel schützen das Bauwerk vor Beeinträchtigung durch die vielen Besucher. So werden das Anlehnen und das Berühren verhindert, ebenso mechanische Schäden durch Rucksäcke, Koffer und Kinderwägen. Hautfette, Schweiß und Schmutz setzen sich am Stein fest. Auch hohe Luftfeuchtigkeit durch die vielen Besucher an heißen Tagen wie heute belastet das historische Material.







Nun folgte noch ein Besuch bei Lindt und Manners, auch hier hauptsächlich wegen der klimatisierten Räume. Dann ging es wieder zurück ins Hotel. Der kürzeste Weg zurück führte leider nicht durch Schatten. Wir waren froh, als wir endlich unser Zimmer betraten. Nach einer kleinen Erfrischung war Tiefschlaf angesagt, den wir so nicht geplant hatten. Es folgte nur noch ein spätes Abendessen in der zum Hotel gehörenden Pizzaria „Pocco“. Die Pläne, noch eine Nacht länger in Wien zu bleiben, haben wir verworfen, denn morgen ist es hier genauso heiß.
Krems an der Donau
Krems ist eine der ältesten Städte Österreichs und gilt als Tor zur Wachau. Von hier beginnt flussaufwärts eine der schönsten Kulturlandschaften Europas mit Weinbergen und Burgruinen,
sowie kleinen Orten wie Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz.
Bereits um 08:30 Uhr holten wir unsere Fahrräder aus der Tiefgarage des Hotel Miiro Spittelberg. Eingedeckt mit Essen und Trinken für den Tag, geleitete der Fahrradweg entlang des Donaukanals uns aus Wien. Um 9 Uhr hatten wir bereits 30 °C und es sollten noch mehr werden, also nichts wie weg.
Unsere Strecke führte uns vorbei an Klosterneuburg. Auch hier wurden wir weiter von Rennradfahrern überholt, die wohl ihr tägliches Trainingsprogramm absolvierten. Entgegen kamen uns, je später es wurde, immer mehr Radreisegruppen. Vermutlich war deren Ziel Wien, welches sie bald erreicht haben.
Die Donau führte entgegen den Nachrichten Wasser, doch das angrenzende Land, insbesondere die Auenwälder, litt deutlich unter der Trockenheit. Nachdem wir Tulln an der Donau passiert hatten, suchten wir uns einen Schattenplatz für unser Frühstück. Das war nicht einfach, denn die meisten Bänke standen in der Sonne.
Weiter ging unsere Fahrt weiterhin links von der Donau. Es begegneten uns auch einige Flusskreuzfahrtschiffe, natürlich wesentlich moderner als jenes, auf dem wir unsere Reise unternommen hatten. Auffällig war, dass sich bei keinem der Schiffe Reisende an Oberdeck befanden. Die Sonne wirkt natürlich auf dem Wasser um ein Vielfaches stärker.
Beim Wasserkraftwerk Altenwörth wechselten wir die Seite und hatten jetzt die Donau links von uns. Aufällig waren hier zwei Dinge: Die Strecke verlief geradliniger und die Auenwälder reichten nicht mehr bis an die Donau heran. Wir fuhren also durch die Sonne. Sicher ein Traum, wäre es heute nicht so heiß. Thomas verriet mir, dass wir inzwischen fast 38 °C erreicht haben. Der Fahrtwind wurde mehr als heißer Föhn empfunden. Kurz vor Erreichen unseres heutigen Ziels machten wir unter einer Autobahnbrücke noch eine weitere Pause und genossen den Schatten.





In Krems war das Orange Wings Hotel unser Ziel. Das Zimmer war klein, das Bett eher für eine Person, doch es gab eine Klimaanlage. Erst duschen, dann schlafen und dann? Die Fahrräder waren ab 19 Uhr für uns nicht mehr erreichbar und das Hotel selbst lag im Industriegebiet von Krems. Es gab sogar ganz interessante Restaurationen mit österreichischer Küche, doch leider hatten die heute geschlossen. Somit landeten wir in der Tyzeria, einem Italiener, nur dieses Mal gab es feine Pasta und Tiramisu.
Ybbs
Ybbs hat eine lange Geschichte. Der Ort war bereits im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz an der Donau. Seinen Namen hat er von dem gleichnamigen Zufluss der Donau übernommen, an dessen Mündung in die Donau er liegt. Der Name stammt möglicherweise aus dem Keltischen und bedeutet so viel wie »rasch fließendes Wasser«. Die Donau war über Jahrhunderte die wichtigste Verkehrsader Mitteleuropas. Schiffe transportierten Salz, Wein, Eisen und viele andere Waren flussauf- und flussabwärts.
Wir starteten nicht ganz so früh, denn die heutige Strecke nach Ybbs war kürzer. Auch unterwegs legten wir öfter mal eine Pause ein. Der Tag begann nicht ganz so heiß und unterwegs regnete es gelegentlich. Das erste Mal etwas stärker, sodass wir an einer Bushaltestelle Schutz suchten. Die anderen Male nieselte es nur ein wenig, das war sogar erfrischend.




Kurz vor Melk mussten wir über eine Hochbrücke auf die andere Seite der Donau. Dieser Anstieg kam überraschend und hatte es wirklich insich. Je näher wir Ybbs kamen, desto wärmer wurde es.


Vom 9. Jahrhundert an lag Ybbs im Grenzgebiet des Karolingerreiches. Über einer römischen Befestigungsanlage stand direkt am Donauufer eine Karolingerburg. Um sie herum entwickelte sich nach und nach die Stadt. Im 11. Jahrhundert erhielten die Babenberger die Stadt und machten sie im 12. Jahrhundert zum eigenständigen Herzogtum. Dies blieb auch unter den Habsburgern bis 1918. Von der Burg sind nur der Passauerkasten und Mauerreste erhalten.
Unser Hotel „Donau Lodge“ liegt direkt am Donauufer. Den Blick aus dem Fenster versperrte der alte Pulverturm, der Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Bei unseren Spaziergängen durch die Stadt entdeckten wir auch den alten Stadtgraben, in dem auch die Donau Lodge errichtet wurde.






Die mittelalterliche Stadt Ybbs war von einer mächtigen Stadtmauer und einem Wasser führenden Stadtgraben umgeben. Zur Donau war die Häuserfront geschlossen, hier konnte man damals nicht einfach entlangspazieren. Jahrhundertelang war Ybbs eine wichtige Anlegestelle für Personenschiffe. Oft handelte es sich um „Ulmer Schachteln“, bis zu dreißig Meter lange Boote, die aus Ulm kommend nur mit Stangen gelenkt wurden.
Wir erweiterten unseren Aufenthalt um eine weitere Nacht und hatten so etwas mehr Zeit, uns die Stadt anzuschauen. Außerdem konnten wir zweimal ein leckeres Abendessen im Babenbergerhof genießen.
Linz
Um etwa 15 v. Chr. kam das Gebiet unter römische Kontrolle. Auf dem heutigen Freinberg bzw. im Bereich des heutigen Linzer Zentrums entstand Lentia, ein römischer Stützpunkt an der Donaugrenze des Imperiums, dem Limes Noricus. Die Donau war Reichsgrenze, nördlich lebten germanische Gruppen. Lentia kontrollierte also sowohl den Fluss als auch wichtige Wege ins Hinterland. Der Name „Linz“ dürfte sich tatsächlich aus „Lentia“ entwickelt haben.
Schon früh am Morgen verließen wir nach einem kleinen Frühstück Ybbs. Es war kühl und ein leichter Rückenwind unterstützte unsere Fahrt. Wir wollten heute Linz erreichen und obendrein war erneut ein heißer Tag angekündigt.
Um die Mittagszeit wurde es tatsächlich heiß. Immer wieder hatten wir das Gefühl, dass der Fahrtwind aus einem Föhn kam. Auch hielten wir nicht mehr so oft an, um zu fotografieren. Etwa 10 km vor Linz verstärkte sich der Verkehr auf den Radwegen, es war schließlich Wochenende. Und dann sahen wir sie, die industrielle Seite von Linz. Unsere Strecke führte uns mitten hindurch und dann doch fast wieder an die Donau. Das Arcotel Tabakfabrik war dieses Jahr am 1. April fertiggestellt worden und lag auf dem Gelände einer ehemaligen Tabakfabrik.




Im Mittelalter wird Linz wichtig:
Donauverkehr in Ost-West-Richtung und Handelswege nach Böhmen in Nord-Süd-Richtung kreuzten sich hier. Wer Waren transportierte, brachte Geld. Im 13. Jahrhundert kam es unter die Herrschaft der Babenberger und nach deren Aussterben folgten die Habsburger. Von 1489 bis zu seinem Tod 1493 residierte Kaiser Friedrich III. hier und machte Linz fast zur Kaiserstadt.
Auch Johann Kepler lebte 1612–1626 in Linz. Hier entstand unter anderem seine Rudolphinische Tafel.
Wir konnten gegen 14 Uhr bereits unser Zimmer im 8. Stock beziehen. Thomas hatte bereits einen Waschsalon ausfindig gemacht, bei der Suche nach einem Café in diesem Stadtteil waren wir nicht so erfolgreich. Danach folgte die notwendige Pause.
Am frühen Abend bummelten wir an der Donau entlang zur Innenstadt, es war immer noch heiß und die Schattenplätze in den Restaurants meist vergeben. Für Krustenbraten mit Semmelknödel wählten wir den Biergarten „Klosterhof“. Unter Kastanienbäumen konnte man es gut aushalten. Die Kellner der Gaststätte konnten den Andrang an Gästen kaum bewältigen, und so mussten wir lange aufs Radler und das Essen warten.
Wieder im Hotel machten wir noch einen Abstecher in die Bar Q27 im entsprechenden Stockwerk und blickten aus ca. 100 Metern auf die Stadt und den Fluss. Die Cocktails „Tokio Eistee“ und „Rooftop Sunrise“ entsprachen unserem Geschmack. Danach ging es zurück aufs Zimmer.




Nach dem Krieg wurde Linz zum Symbol der österreichischen Schwerindustrie: Stahl, Chemie, Rauch und entsprechend schlechte Luft. Dann begann ein erstaunlicher Imagewechsel. Heute verbindet Linz Industrie bewusst mit Kunst, Medien und Technologie. Ars Electronica gibt es seit 1979; sie beschäftigt sich mit digitaler Kunst, Technologie, KI und der Frage, was Technik mit unserer Gesellschaft macht. Fast gegenüber liegt das Lentos Kunstmuseum. 2009 war Linz Europäische Kulturhauptstadt.
Zu normaler Zeit verließen wir das Hotel, heute am Sonntag hatten nur wenige Bäcker um diese Zeit offen. Den, den Thomas herausgesucht hatte, war wohl deshalb gut besucht. Seine Regale waren teilweise schon leer, doch für uns war immer noch das Richtige dabei.
Unser geplanter Stadtrundgang war an den heißen Tag angepasst. Wir gingen noch einmal zum Hauptplatz und von dort durch die kleinen Gassen zum Alten Dom. Im Dom begann kurz nach unserem Eintreffen eine Messe und so verließen wir ihn wieder. Zu gerne hätte ich diese für zwanzigtausend Menschen geplante Kirche angeschaut.





Unser letztes Ziel für heute war das Schlossmuseum. Der Gehweg an der Straße hinauf lag in der Sonne, und so wählten wir die teilweise im Schatten liegenden Treppen. Oben wurden wir für unsere Anstrengung mit einem herrlichen Blick über Wien belohnt. Nach einem kühlen Radler wollten wir wieder hinunter, dieses Mal die Straße entlang. Dieser Entscheidung verdanken wir die Entdeckung des Fahrstuhls, der uns jetzt nur nach unten bringen konnte.





Nach der Erholungspause im Arcotel Tabakfabrik, wollten wir dieses Mal ein Restaurant in der Nähe finden. Auch hier war die Auswahl aufgrund des Sonntags eingeschränkt. Beim Verlassen des Hotels entdeckten wir Einsatzwagen der Feuerwehr auf der anderen Straßenseite, konnten jedoch keinen Brand entdecken. Im gut gefüllten Biergarten eines Italieners verdrückte Thomas eine Pizza und ich ein Backhendl, jedoch nur teilweise. Es war einfach zu viel.
Wieder zurück im Hotel kam die Erklärung zu dem Feuerwehreinsatz vor dem Hotel. Unser Hotel hatte einen Wasserrohrbruch im zehnten Stock. Das Ausmaß musste gewaltig sein, denn alle drei Fahrstühle standen unter Wasser und auch über dem Empfang regnete es von der Decke. Die Feuerwehr geleitete uns eine halbe Stunde später über einen Arbeitsschacht ins achte Stockwerk und wir durften auf unser Zimmer. Uns fiel ein Stein vom Herzen, als wir sahen, dass hier noch alles in Ordnung war. Mit gepackten Sachen warteten wir vor der Tür zum Arbeitsfahrstuhl, aber niemand kam, der uns wie besprochen abholte. Nach einer Weile und mit mulmigem Gefühl im Bauch machten wir uns daraufhin auf den Weg durch das Treppenhaus hinunter ins Erdgeschoss. Interessanterweise waren meist nur die Etagen überschwemmt, die Treppen hingegen trocken. Auch der Raum mit den Fahrrädern war noch nicht betroffen, und so konnten wir zum Arcotel Nike fahren, in dem für die kommende Nacht ein Zimmer für uns reserviert worden ist. Das Hotel war deutlich schlechter ausgestattet, doch wir waren froh, dass es zumindest für uns glimpflich ausgegangen ist. Geschafft wollten wir nur noch schlafen. Und ich hatte mich so auf einen weiteren Besuch im Q27 gefreut, doch das hatte sonntags ebenfalls geschlossen.
Nachtrag zum Zwischenfall:
Der ORF Oberösterreich berichtet über die Räumung des ARCOTEL Tabakfabrik. Ursache war demnach kein gewöhnlicher Wasserrohrbruch, sondern ein technischer Defekt an einer Sprinklerleitung. Der Defekt lag laut Hotel im 9. Stock. Das austretende Wasser setzte unter anderem die Aufzüge außer Betrieb. Sämtliche Hotelgäste mussten das Haus verlassen; seitdem steht der Hotelbetrieb still.



Passau
Passau beginnt nicht bayerisch, sondern römisch. Die Lage war schon vor 2000 Jahren strategisch erstklassig. Hier verlief die Nordgrenze des Römischen Reiches, der Donaulimes. Auf beiden Seiten des Inns entstanden mehrere römische Anlagen. Aus Batavis entwickelte sich über mittelalterliche Namensformen schließlich das heutige Passau.
Erneut starteten wir früh. Um 6:30 Uhr waren wir beim Frühstück und danach fuhren wir los. Zugegebenermaßen war ich auch froh, das in die Jahre gekommene Hotel verlassen zu können.
Im Gegensatz zur Fahrt nach Linz wollten wir uns heute mehr Zeit lassen. Noch war es kühl und es sollte heute auch nicht so heiß werden. Obwohl es aufgrund fehlender beschatteter Bänke erst nach den 56 km eine Pause gab, unterbrachen wir die Fahrt öfter, nicht nur um zu fotografieren.








739 wurde Passau offiziell Bischofssitz. Es entwickelte sich zur größten Diözese des Heiligen Römischen Reiches. Passau war im frühen Mittelalter ein wichtiges Ausgangszentrum für die Christianisierung des Donauraums bis Richtung Ungarn.
In Schlögen gönnten wir uns schon am Vormittag ein Radler. Dabei schauten wir einer kleinen Fähre beim Pendeln über die Donau zu. Unter dem Café war ein Radladen und wir beobachteten andere dabei, wie sie Schäden an ihren Rädern beseitigten. »Toi, toi, toi«, dachte ich, als wir wieder die Unsrigen in Bewegung setzten.

Die letzten Kilometer wurden dann doch wieder anstrengend. Der Fahrradweg war ein ständiges Auf und Ab. Wir fuhren mehr neben der Straße als am Donauufer. Dann hatten wir es geschafft, wir waren wieder in Deutschland und erreichten mit dem Passieren der Marienbrücke über den Inn Passau.
1217 erhielt Bischof Ulrich II. die Reichsfürstenwürde. Zwei Jahre später ließ er hoch über der Donau die spätere Veste Oberhaus anlegen. Und die sollte nicht nur Angreifer von außen abschrecken. Sie richtete sich auch gegen die eigenen Passauer Bürger, die mehrfach versuchten, sich von der Herrschaft ihres Bischofs zu befreien. Erfolglos.
Inn und Donau waren die Autobahnen des Mittelalters. Besonders wichtig war der Salzhandel. Salz kam aus dem Alpenraum über den Inn nach Passau und wurde von hier weiterverteilt. Dazu kamen Handwerke wie die Passauer Klingenschmiede. Ihr Qualitätszeichen war der Passauer Wolf.
Das MK-Hotel lag unweit des Bahnhofs, trotzdem hatten wir Probleme, es auf Anhieb zu finden. In Passau Fahrrad zu fahren, ist an manchen Stellen schwierig, damit meine ich nicht das Kopfsteinpflaster oder die plötzlichen Anstiege. Da könnte einiges verbessert werden.
Nach der gewohnten Pause wollten wir uns nach einem geeigneten Ort, für das Abendessen umsehen. Nach einem längeren Spaziergang durch die Innenstadt entdeckten wir das Wirtshaus „Bayrischer Löwe“. Der Biergarten war schon gut gefüllt, doch wir fanden noch einen freien Tisch. Ich bestellte mir eine Schweinshaxe und Thomas nahm Spare Ribs. Plötzlich fing es an zu regnen und die Gäste versuchten unter den aufgespannten Sonnenschirmen und im Inneren des Wirtshauses noch einen Sitzplatz zu bekommen.
Die Kellner versuchten in dem Durcheinander, ihre Gäste wiederzufinden. Sicherlich war das mit ein Grund, dass wir etwas länger auf unsere Bestellung warteten. Mit dem Eintreffen war es auch mit dem Regen vorbei. Serviert wurde mir eine gewaltige Haxe, und so musste Thomas, der eigentlich satt von seinen Spare Ribs war, noch dabei helfen. Danach ging nichts mehr und wir wälzten uns auf unser Zimmer.
1803 verlor der Fürstbischof durch die Säkularisation seine weltliche Herrschaft und Passau kam zu Bayern. Die fast 600-jährige fürstbischöfliche Epoche war vorbei.
Für den zweiten Tag hatten wir uns einen Spaziergang durch die Stadt vorgenommen. Zuerst wurde bei einer Bäckerei gefrühstückt und dann ging es durch die historische Altstadt zum Domplatz. Die Besichtigung des Doms St.Stephan war nur eingeschränkt möglich. Aufgrund der Überholung der weltgrößten Orgel war einiges abgesperrt. Der Rest wurde durch viele geführte Besuchergruppen geradezu überflutet.








Schon um 450 gab es hier eine christliche Kirche. Ab 1407 entstand ein gewaltiger spätgotischer Dom. Der Bau dauerte rund 160 Jahre. Nach dem großen Stadtbrand 1662, bei dem Teile des Mittelschiffs und der Gewölbe einstürzten, blieben Querhaus und spätgotischer Ostteil stehen. Carlo Lurago entwarf ab 1668 den barocken Neubau, Giovanni Battista Carlone schuf den üppigen Stuck und Carpoforo Tencalla arbeitete an den Fresken. Passau wollte nach der Katastrophe ganz bewusst wieder Macht, Reichtum und katholische Pracht zeigen.
2026–2028 wird die Hauptorgel des Doms renoviert – Technik, Windladen und Pfeifenwerk werden überarbeitet, genauer gesagt: eingebaut und anschließend intoniert.
Die Passauer Domorgel ist keine einzelne Orgel, sondern ein über den Kirchenraum verteiltes System mehrerer Werke. Die Geschichte der Orgeln reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Wir verließen den Dom und gingen weiter zum Innkai, schlenderten von dort am Wasser entlang bis zum Dreiflüsseeck. Dort konnten wir gut erkennen, wie die grünliche Inn auf die dunklere Donau trifft. Die Mündung der Ils befindet sich einige hundert Meter Donau aufwärts. An der Donauseite ging es dann zum Rathaus und von da aus wieder zurück zum Hotel, doch zuvor gönnten wir uns noch ein Eis. Den Ausflug auf die Veste Oberhaus haben wir gestrichen, es war abermals viel zu heiß.
Das Abendessen gab es in einem Restaurant in der Nachbarschaft zum Hotel, doch für den Nachtisch wanderten wir noch einmal zum Wirtshaus „Bayrischer Löwe“. Während Thomas einen karamellisierten Kaiserschmarrn verdrückte, probierte ich einen Schwarzwaldbecher. Der konnte mit Thomas’ Kaiserschmarrn nicht mithalten.
Deggendorf
Im Raum um Deggendorf gibt es archäologische Spuren bereits aus der Steinzeit, später aus der Bronze- und Eisenzeit. Der Name Deggendorf erscheint im frühen 11. Jahrhundert in den Schriftquellen; im 13. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zur Stadt. Seine Lage war ausgesprochen günstig: an der Donau, nahe der Isarmündung und an Handelswegen vom Donauraum hinauf in den Bayerischen Wald und weiter nach Böhmen. Das Alte Rathaus, mitten auf dem lang gezogenen Stadtplatz, steht geradezu sinnbildlich für diese mittelalterliche Bürgerstadt.
In Deggendorf wurden 1338 jüdische Einwohner verfolgt und ermordet.
Erst 1992 wurde die daraus entstandene Wallfahrt „Deggendorfer Gnad“ endgültig eingestellt.
Bevor wir gegen 8 Uhr Passau verließen, deckten wir uns mit ein wenig Obst und belegten Semmeln ein. Wir wollten an der Donau Passau in Richtung Westen verlassen. Doch das war nicht einfach. Immer wieder endeten die Fahrradwege im Nichts oder vor einer Baustelle, ohne Hinweis, wie es weitergeht. Passau hat mancherorts breite vierspurige Straßen, doch nichts für Fahrräder. Bezüglich des Aufkommens an Fahrrädern in der Stadt sollte sich da schon etwas ändern.
Endlich ohne dicht an uns vorbeifahrende Autos genossen wir die Weiterfahrt in Richtung Deggendorf. Die Etappe war nicht so groß und so konnten wir uns Zeit lassen.








Das Donauhotel lag zwar an einer starkbefahrenen Straße, dafür waren wir nur ca. 800 Meter vom Stadtkern entfernt. Unser Zimmer war unter dem Dach und auch nicht allzu groß, dafür hatte es eine Klimaanlage. Wir stellten unser Gepäck ab und fuhren mit den Rädern zum Stadtplatz. An einem Stand mitten auf dem Platz entdeckte ich „Granat“ in der Auslage und schon hatte jeder von uns ein Krabbenbrötchen in der Hand. Beim anschließenden Rundgang bestaunten wir das Alte Rathaus, und zogen uns dann wieder in unser Zimmer zurück.
Gegen Abend kehrten wir zu Fuß zum Stadtplatz zurück. Während des Abendessens verpassten wir zwar die partielle Sonnenfinsternis. Aber wir hatten ohnehin nicht die richtige Brille für einen Blick in die Sonne.
Regensburg
Sie ist keine Stadt aus einer Epoche, sondern besteht aus vielen Städten, die in den vergangenen 2000 Jahren übereinandergewachsen sind.
Den Grundstein legten die Römer. Im Jahr 179 n. Chr. entstand an der Donau das mächtige Legionslager Castra Regina. Teile seiner Mauern und sogar die Porta Praetoria, eines der Lagertore, haben fast zwei Jahrtausende überstanden. Castra Regina liegt nicht außerhalb der heutigen Stadt, ein Teil der Regensburger Altstadt ist über dem ehemaligen Legionslager entstanden.
Erneut hieß es früh aufstehen. Der Tag sollte zwar nicht so heiß werden, aber eine Etappe von über 80 km lag vor uns. Wir starteten bei kühler Außentemperatur, doch bereits 90 Minuten später waren wir froh, dass wir nur ein T-Shirt anhatten. Auch hier in Deggendorf war nicht immer klar zu erkennen, wo Fahrräder fahren durften.
Bis Bogen kamen wir gut voran, vermisst haben wir nur ein Bänkchen im Schatten fürs zweite Frühstück. In Bogen versperrte uns eine Baustelle die Weiterfahrt, es gab auch keine Hinweise, wo der Donauradweg weitergeführt wurde. Von einem uns entgegenkommenden Radfahrer erfuhren wir, dass der Radweg zumindest bis Straubing wegen Bauarbeiten gesperrt sei. Wir suchten uns einen Weg, der auch mal an einer stark befahrenen Straße entlangführte. Kaum ein überholender Pkw hielt den notwendigen Abstand ein, und Thomas hörte mich einige Male schimpfen.
Mit dem Erreichen des regulären Radwegs hinter Straubing genossen wir die weitere Fahrt. Einige Kilometer vor Regensburg zwickte es zwar hier und da, doch eine Stunde später hatten wir es geschafft. Unser Hotel liegt in der Altstadt. Mit dem Passieren der Steinernen Brücke erreichten wir nicht nur diese, sondern auch die Massen an Touristen. In den engen Straßen war es schwierig, vorwärtszukommen. Desto mehr wunderte es uns, dass hier immer noch Autos fahren durften.






Im frühen Mittelalter wurde die Stadt Residenz der Agilolfinger, der ersten bayerischen Herzogsdynastie, und entwickelte sich zu einem politischen und kirchlichen Zentrum Bayerns. Klöster wie St. Emmeram erinnern noch heute daran. Auch karolingische Herrscher wie Karl der Große und Ludwig der Deutsche hielten sich in Regensburg auf.
Seine große Blüte erlebte Regensburg im Hochmittelalter. Kaufmannsfamilien wurden reich und einflussreich und demonstrierten ihren Wohlstand mit hohen Geschlechtertürmen. Der um 1250 entstandene, etwa 50 Meter hohe Goldene Turm ist das eindrucksvollste erhaltene Beispiel.
Ein weiteres Symbol des damaligen Wohlstands ist die Steinerne Brücke, die zwischen 1135 und 1146 errichtet wurde. Über Jahrhunderte war sie einer der wichtigsten Donauübergänge überhaupt und trug wesentlich zur Bedeutung Regensburgs als Handelsstadt bei.
Auch hier waren wir unter dem Dach untergebracht und der versprochene Fahrstuhl reichte auch nicht bis ganz nach oben. Ein Grund mehr, bei der nächsten Radtour noch mehr auf leichteres Gepäck zu achten.
Zuerst wurde die Schmutzwäsche in einem Waschsalon in eine Maschine gestopft, dann ging es in ein Café. Nach dem Aufhängen der Wäsche gab es die übliche Pause.
Mit der tieferstehenden Sonne kehrten wir zur Steinernen Brücke zurück, machten ein paar Fotos am Donauufer. Schnell noch ein Blick in den Regensburger Dom, denn um 19 Uhr schließt er seine Pforten. Mit Zwiebelrostbraten und einem Eis beschlossen wir den Tag.
Ab 1273 entstand der heutige gotische Dom St. Peter. Sein Bau zog sich über Jahrhunderte hin; die weithin sichtbaren Turmhelme wurden sogar erst 1869 vollendet. Im Inneren sind zahlreiche mittelalterliche Glasfenster erhalten.
Von 1663 bis 1806 tagte hier der sogenannte Immerwährende Reichstag des Heiligen Römischen Reiches. Die Gesandten der Fürsten und Reichsstände blieben dauerhaft in der Stadt – Regensburg wurde damit für fast anderthalb Jahrhunderte zu einem Zentrum europäischer Diplomatie.
1806 endete das Heilige Römische Reich und wenige Jahre später kam Regensburg zum Königreich Bayern. Seine große politische Bedeutung verlor die Stadt, doch gerade das erwies sich für ihr historisches Erscheinungsbild als Glücksfall: Große Teile der mittelalterlichen Altstadt blieben erhalten.
Für den zweiten Tag in Regensburg wollten wir auch ohne spezielle Stadtführung Regensburg geschichtlich erkunden. Nach dem Frühstück spazierten wir zuerst zum Haidplatz. Der Platz lag ursprünglich sogar außerhalb des römischen Kastells; später wurde er einer der repräsentativen Plätze der reichen mittelalterlichen Stadt. Hier fanden sogar große Ritterturniere statt.
Wir waren zwar gestern schon einmal beim Alten Rathaus, wollten heute noch einmal genauer hinschauen. Dies war jedoch nicht möglich. Hier fanden Hochzeiten wie am Fließband statt. Kaum hatte ein Paar das Gebäude durch das von den Freunden/Bekannten aufgestellte Spalier verlassen, betrat das nächste „mit Gefolge“ das Gebäude und am Rande versammelte sich bereits eine weitere Gruppe.
Erneut schlenderten wir über die Steinerne Brücke und schauten hinunter auf den Oberen und Unteren Wöhrd, die beiden Donauinseln. Am anderen Ende der Brücke liegt Stadtamhof, das einst eine eigenständige bayerische Stadt vor den Toren Regensburgs war.
Dann ging es zur Porta Praetoria. Das ehemalige Nordtor von Castra Regina, dem römischen Legionslager, war nach Norden in Richtung der Feinde ausgerichtet. Das Tor mit seinen mächtigen Quadern vermittelt trotz seiner starken Zerstörung noch heute einen Eindruck davon, wie stark dieses Lager einst befestigt war.
Erneut besuchte ich den Dom, schaute mir ein paar der Kirchenfenster genauer an. Dabei wurde der Unterschied zu den westlichen neueren Fenstern deutlich. Leider war durch Absperrbänder nur noch ein kleiner Teil des Mittelgangs für Besucher zugänglich. Ein riesiges Kreuz mit einer davor knienden Figur kennzeichnet das Grabdenkmal für Fürstbischof Philipp Wilhelm von Bayern. Zugern hätte ich mir noch die Orgel angesehen. Die große Rieger-Orgel besitzt 80 Register und 5.871 Pfeifen und wurde 2009 eingeweiht. Die Orgel hängt frei an der Nordwand des Querhauses. Das gesamte Instrument wiegt rund 37 Tonnen. Der Organist muss zu seinem Arbeitsplatz hinauffahren. Der Spieltisch befindet sich hoch oben im Instrument und wird über einen kleinen Aufzug erreicht.
Über den Neupfarrplatz bewegten wir uns durch verschiedene Gassen hin zu St. Emmeram. Über den ehemaligen Kreuzgang betraten wir die ehemalige Benediktinerabteikirche mit der St.-Wolfgangs-Krypta und angrenzenden Grab- und Memorialräumen.
Nun gab es nur noch eins auf unserer Tour: Im mittelalterlichen Regensburg konkurrierten reiche Familien miteinander um Einfluss, gesellschaftlichen Rang – und Sichtbarkeit. Von Italien übernahmen sie eine Form der Selbstdarstellung. Ein hoher Turm am eigenen Haus sagte, dass die Familie zu den Mächtigsten der Stadt gehört. Der Goldene Turm stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist mit etwa 50 Metern der höchste erhaltene Regensburger Geschlechterturm. Und dieser befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Hotel.
Ingoldstadt
Samstag
Höchstädt an der Donau
Montag
Dienstag


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